L(i)ebenswerte Mitte Wickrath

schon lange geplant, die Renovierung des Rathauses ist überfällig

Unter dem Leitbild „L(i)ebenswerte Mitte Wickrath“ werden im IHEK Maßnahmen aus den Handlungsfeldern „Stadtbild und Öffentlicher Raum“, „Wohnen“, „Lokale Ökonomie“, „Grünflächen und Klima“, „Soziales, Freizeit und Kultur“ sowie „Mobilität“ gebündelt. Entsprechend vielseitig sind die insgesamt 39 Vorhaben, zu denen etwa der Ausbau von Treffpunkten für Jugendliche, die Umnutzung des alten Friedhofs zur öffentlichen Grünfläche oder die Umgestaltung des Marktplatzes gehören.

Rathausvorplatz mit Eiche
Eine historische Aufnahme vor der Kriegszerstörung des Ortskern von Wickrath. Das Rathaus ist ohne große Schäden stehen geblieben, siehe unten.

Das Wickrather Rathaus nach dem Krieg ohne große Schäden
Kern des Gebäudes ist ein traufständiger, zweigeschossiger Backsteinbau von sechs Achsen mit Walmdach, vielleicht schon im frühen 18. Jahrhundert errichtet und mit dem 1748 erwähnten Gerichts- bzw. Weinhaus identisch, mit der östlichen Schmalseite an die Honiggasse angrenzend. 1967 durchgreifend umgebaut u. dabei nach Westen um vier Achsen verlängert.

Als historische Baudominate ist das Rathaus aus ortsgeschichtlichen und städtebaulichen Gründen im fast völlig kriegszerstörten Wickrather Ortszentrum erhaltenswert. (Aus der Denkmalbeschreibung).

Marktplatzbau zu Beginn der 50er Jahre
Zu Beginn der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde der Markt/Parkplatz in Wickrath angelegt.
Heute, 70 Jahre danach, würde das Rathausgebäude in seiner historischen Form, den heutigen behördliche Ansprüchen durchaus genügen.

Rathaus heute
Juni 2026: Man darf sagen, eine Renovierung des Rathauses ist überfällig

Politischer Beschluss: Der Erhalt und die Sanierung des Rathauses Wickrath an der Klosterstraße sind politisch fraktionsübergreifend gewollt.

Zeitplan: Die Arbeiten wurden durch die Stadt in die Phase nach 2026 datiert, da die Konzentration derzeit auf dem Bau des neuen Rathauses in Rheydt liegt.

Der Standort dient als lokale Bezirksverwaltungsstelle und beherbergt unter anderem die Meldestelle Wickrath und „Dorfsheriffs“ Polizei Mönchengladbach

Die Wickrather sind gespannt, ob im Jahr 2027 mit den Renovierungsarbeiten des Rathauses begonnen wird.

Wickrath soll – kann schöner werden! 

Diesen Wunsch zu erfüllen sollte das Ziel sein

 

Torbogen vor dem Krieg
Eine Idylle vor der Zerstörung des Ortskern von Wickrath.

Leider ist nicht zu erkennen wie der Fortlauf des links neben dem Torbogen zum Kreuzherrenklosters stehenden Gebäudes einmal ausgesehen hat.
              
Klostergebäude neben dem Torbogen
Das Gebäude des einstigen Kreuzherrenklosters stammt in seinen Ursprüngen aus dem 15. Jahrhundert und wurde Ende des 17. Jahrhunderts durchgreifend umgebaut und erweitert. Heute präsentiert sich das Objekt (der ehemalige Wirtschaftstrakt) als einfacher Backsteinbau mit 2 Geschossen und 11 Fensterachsen in nicht regelmäßiger Anordnung. Die linksseitig angebrachte Giebel verdachte Tordurchfahrt aus Aachener Blaustein bildete ursprünglich die Verbindung des Klosters mit dem Wirtschaftstrakt, der heute durch drei unterschiedlich gestaltete Hauszugänge gegliedert wird.

Das links stehende Gebäude aus dem Jahr 1756 gehörte zur Anlage des Kreuzherrenklosters. Der letzte Krieg hat ein Teil des Gebäudes zerstört. Man wird es nicht rekonstruieren wollen, aber eine senkrechte Verkleidung der linken Außenwand wäre möglich. 
Zumindest die Außenfront könnte man vorrangig an den bereits renovierten Teil des Kreuzherrenklosters angleichen. Unter anderem mit den identischen Fenstern und den blauen Holzblenden.

Dieser große Hauskomplex gehörte einer kürzlich verstorbenen Wickratherin ohne Erben. Wie es mit diesem Gebäude weitergeht ist nicht bekannt. Man kann nur hoffen, dass sich ein Investor findet. Es wäre ausreichend Wohnraum für zwei Familien vorhanden. Im Verbund mit Unternehmensgruppe Schleiff könnte man die Frontansicht der Klosteranlage zu einem Gesamtbild aus der Vergangenheit in das heute holen.

Historische Aufnahme Innenbereich des Kreuzherrenklosters
Wahrscheinlich das einzige historische Foto, das vom Innenbereich des Kreuzherrenklosters existiert. Das Haus am Torbogen wurde Anfang er 1930er Jahre von Heinrich Wimmers erworben. Er war Organist und Küster in der Pfarrkirche zu Wickrath. Wenn man heute den Weg geht ist die Zeit stehen geblieben.
Farbfotos Werner Marx / sch/w. Archiv