Adelshof – Rittersitz Wildenrath

Rittersitz Wildenrath
Der Hof liegt unmittelbar südwestlich von Wanlo an der Straße nach Kuckum in der Niersaue, die auch den Ringgraben der Anlage speist. 
Erbaut wurde er vor 1829 und ist unter Nr. K 082 in die Denkmalliste der Stadt Mönchengladbach eingetragen.

Architektur

Es handelt sich um eine vierflügelige, an der Wohnseite offene Backsteinhofanlage mit Tordurchfahrt. Die Wirtschaftsgebäude sind mehrfach baulich verändert und umgenutzt worden. Steile ziegelgedeckt Satteldächer, mit zum Innenhof hin Pultdach ähnliche Dach-Überstand.

Das Wohnhaus ist ein freistehender zweigeschossiger Backsteinbau unter ziegelgedecktem Walmdach mit mittel axial angelegten Zwerchgiebeln an den beiden Längsseiten. Das Objekt ist aus orts- und siedlungsgeschichtlichen, territorial geschichtlichen und architektonischen Gründen und wegen seiner dominanten Lage zweifelsfrei als wichtiges Baudenkmal unbedingt schützenswert. (Wikipedia)

An der durch einen Wassergraben umgebenen vierflügelige Backsteinhofanlage wurden im Laufe der letzten Jahre von Hans-Ludwig Hoffmann wesentliche bauliche Veränderungen vorgenommen. Der ehemaligen Kuhstall wurde zu einem rustikalen Restaurant umgestaltet. Aus dem Getreidelager und der Scheune wurden weitläufige Gesellschaftsräume.

Diese Ansichten des Rittergutes stammen etwa aus den 50ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Rittergut Wildenrath: Der Adelssitz, der einst den Grafen von Are-Hochstaden gehörte, fiel über den Herrn von Dyck vor 1251 durch Kauf an die Grafen von Jülich.
Am Ende des 14. Jahrhunderts übertrugen die Herzöge von Jülich den Rittersitz Dyck zu Wanlo an die Edelherren von Wildenrath zu Erbpachtrecht (Jülicher Löwe im Hofwappen). Sieben Generationen dieser Familie saßen auf dem nach Ihr benannten Rittersitz Wildenrath zu Wanlo.
Ab Mitte des 17. Jahrhunderts blieben sieben Generationen der Freiherren und Grafen von Leerodt im Besitz des Wildenrather Hofes (Größe 375 Morgen).
Am 16. Juli 1858 veräußerten die Eheleute Freiherr Maximilian und Adelheid von Maillot geb. von Leerodt den Wildenrather Hof an die Eheleute Christian Jorissen und Christine, geborene Jopen, Ackersleute in Wanlo. Damit kam der Hof erstmals in bäuerlichen Besitz.
Um 1890 erwarb Josef Saurland den Hof, der damit in Eigentum der Familie Saurland-Decker-Hoffmann kam. Den Hof vermachte er seinem Neffen Ludwig Decker.
Dieser übertrug den Hof 1946 seiner jüngsten Tochter Anny Hoffmann-Decker.
Seit 1977 befindet sich das Rittergut Wildenrath im Alleineigentum von deren Sohn Hans-Ludwig Hoffmann, der heute auf dem Rittergut eine Gastronomie und eine Golfanlage betreibt. (www.rittergut-wildenrath.de)

Ein so großer Betrieb mit etwa 100 Hektar (entspricht rund 300 alten rheinischen Morgen) wurde am Niederrhein im 16. Jahrhundert meist als Gutshof, oder je nach rechtlicher Stellung als Erbhof bzw. herrschaftlicher Fronhof bezeichnet.

Die Grafen von Hochstaden gehen zurück auf Gerhard I. Bei der Erbverteilung von 1246 starb Theodor von Are, die Ehe mit Bertha von Limburg blieb kinderlos. 
Somit hatten sowohl der Bischof von Köln als auch der Graf von Gulik einen Anspruch auf die Erbschaft. Neben der Hauptlinie Hochstaden gab es eine Linie Wickerode (nach Wickrath) 
Wappen von Are Hochstaden Wikipedia
Wappen von Are Hochstaden
Linksfuss, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
Über Jahrhunderte wurde auf diesem herrschaftliche Hof Landwirtschaft betrieben

Vor hundert Jahren waren viele Hände im Einsatz um das Getreide zu mähen und zu binden. Die Garben wurden auf den Leiterwagen aufgesteckt und in die Scheune gefahren. Manche Landwirte hatten in dieser Zeit zusätzlich eine Feldscheune, heute nur ein seltener Anblick.

Dreschen des auf dem Hof das ankommenden Getreides
Hier wurde auf dem Hof das ankommende Getreide gedroschen. Zwei Männer werfen die Garben auf die Plattform der Dreschmaschine. Eine weitere Person löst die Garben und führt sie in den Einlegetisch. Hier wird der Spreu vom Weizen getrennt. In den einen Sack kommen die Getreidekörner und zweiten die Spreu. Ein Mann lädt den Weizensack auf einen Wagen zum Weitertransport.

Erbaut wurde er vor 1829 erbaut und ist unter Nr. K 082 in die Denkmalliste der Stadt Mönchengladbach eingetragen.  Architektur  Es handelt sich um eine vierflügelige, an der Wohnseite offene Backsteinhofanlage mit Tordurchfahrt. Die Wirtschaftsgebäude sind mehrfach baulich verändert und umgenutzt worden. Steile ziegelgedeckt Satteldächer, mit zum Innenhof hin Pultdach ähnliche Dach-Überstand.  Das Wohnhaus ist ein freistehender zweigeschossiger Backsteinbau unter ziegelgedecktem Walmdach mit mittel axial angelegten Zwerchgiebeln an den beiden Längsseiten. Das Objekt ist aus orts- und siedlungsgeschichtlichen, territorial geschichtlichen und architektonischen Gründen und wegen seiner dominanten Lage zweifelsfrei als wichtiges Baudenkmal unbedingt schützenswert. (Wikipedia)  An der durch einen Wassergraben umgebenen vierflügelige Backsteinhofanlage wurden im Laufe der letzten Jahre von Hans-Ludwig Hoffmann wesentliche bauliche Veränderungen vorgenommen. Der ehemaligen Kuhstall wurde zu einem rustikalen Restaurant umgestaltet. Aus dem Getreidelager und der Scheune wurden weitläufige Gesellschaftsräume.  Innenansicht Gutsanlage Tordurchfahrt Innenansicht Gutsanlage  Diese Ansichten des Rittergutes stammen etwa aus den 50ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.  Rittergut Wildenrath: Der Adelssitz, der einst den Grafen von Are-Hochstaden gehörte, fiel über den Herrn von Dyck vor 1251 durch Kauf an die Grafen von Jülich. Am Ende des 14. Jahrhunderts übertrugen die Herzöge von Jülich den Rittersitz Dyck zu Wanlo an die Edelherren von Wildenrath zu Erbpachtrecht (Jülicher Löwe im Hofwappen). Sieben Generationen dieser Familie saßen auf dem nach Ihr benannten Rittersitz Wildenrath zu Wanlo. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts blieben sieben Generationen der Freiherren und Grafen von Leerodt im Besitz des Wildenrather Hofes (Größe 375 Morgen). Am 16. Juli 1858 veräußerten die Eheleute Freiherr Maximilian und Adelheid von Maillot geb. von Leerodt den Wildenrather Hof an die Eheleute Christian Jorissen und Christine, geborene Jopen, Ackersleute in Wanlo. Damit kam der Hof erstmals in bäuerlichen Besitz. Um 1890 erwarb Josef Saurland den Hof, der damit in Eigentum der Familie Saurland-Decker-Hoffmann kam. Den Hof vermachte er seinem Neffen Ludwig Decker. Dieser übertrug den Hof 1946 seiner jüngsten Tochter Anny Hoffmann-Decker. Seit 1977 befindet sich das Rittergut Wildenrath im Alleineigentum von deren Sohn Hans-Ludwig Hoffmann, der heute auf dem Rittergut eine Gastronomie und eine Golfanlage betreibt. (www.rittergut-wildenrath.de)  Ein so großer Betrieb mit etwa 100 Hektar (entspricht rund 300 alten rheinischen Morgen) wurde am Niederrhein im 16. Jahrhundert meist als Gutshof, oder je nach rechtlicher Stellung als Erbhof bzw. herrschaftlicher Fronhof bezeichnet.  Die Grafen von Hochstaden gehen zurück auf Gerhard I. Bei der Erbverteilung von 1246 starb Theodor von Are, die Ehe mit Bertha von Limburg blieb kinderlos.  Somit hatten sowohl der Bischof von Köln als auch der Graf von Gulik einen Anspruch auf die Erbschaft. Neben der Hauptlinie Hochstaden gab es eine Linie Wickerode (nach Wickrath) 	 Wappen von Are Hochstaden Linksfuss, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons  Über Jahrhunderte wurde auf diesem herrschaftliche Hof Landwirtschaft betrieben Getreide mähen und binden mit Pferd und Wagen Getreide mähen und binden mit Pferd und Wagen  Vor hundert Jahren waren viele Hände im Einsatz um das Getreide zu mähen und zu binden. Die Garben wurden auf den Leiterwagen aufgesteckt und in die Scheune gefahren. Manche Landwirte hatten in dieser Zeit zusätzlich eine Feldscheune, heute nur ein seltener Anblick.  Hier wurde auf dem Hof das ankommende Getreide gedroschen. Zwei Männer werfen die Garben auf die Plattform der Dreschmaschine. Eine weitere Person löst die Garben und führt sie in den Einlegetisch. Hier wird der Spreu vom Weizen getrennt. In den einen Sack kommen die Getreidekörner und zweiten die Spreu. Ein Mann lädt den Weizensack auf einen Wagen zum Weitertransport.  Bei einer Feier sieht man im Jahr 1952 den Gutsbesitzer Hans Hoffmann mit seinen zahlreiche Mitarbeitern.
Bei einer Feier sieht man im Jahr 1952 den Gutsbesitzer Hans Hoffmann mit seinen zahlreiche Mitarbeitern.

Ein Göpelhaus ist ein kleines Gebäude, in dem sich ein Göpel befindet – eine alte Kraftmaschine, die von Tieren wie Pferden oder Ochsen angetrieben wurde. Die Tiere liefen im Kreis und bewegten einen langen Hebel, um Maschinen ohne Strom oder Motoren zu betreiben.

Stadtarchiv Mönchengladbach – Wanlo 1985/ Geoportal 1984, hier erkennt noch Ursprung und Ackerbau

Das Golfbistro ist von Montag bis Sonntag ganztägig und für Jedermann geöffnet. Ein herrlicher Platz zum Verweilen, Leute zu treffen und zu plaudern.

Mit dem Sohn Hans-Ludwig Hoffmann begann eine neue Zeit, 
gegen große Widerstände hat er den Golfplatz durchgesetzt.

Am 04. August 1997 fand die Eröffnung der Golfsportanlage statt

Historische Fotos: Archiv (unbenannt)