Es ist unbekannt, ob hier im 11. Jahrhundert bereits eine Kirche gewesen ist, als Wickrath zum ersten Mal urkundlich genannt wurde. Bekannt ist, dass etwa 1200 Graf Otto III., Herr zu Wickrath, den Bau einer Salvatorkirche, im Stil einer staufischen Basilika, errichten liess. Am 3. Februar 1205 war die Einweihung. Zu dieser Zeit gehörte die Pfarre zum Bistum Lüttich.
Fast zur gleichen Zeit ist die heute noch bestehende Pfarrkirche in Wickrathberg gebaut worden. Diese war so bedeutend, dass Erzbischof Engelbert I. von Köln im Jahre 1220 deren Vereinigung mit der Würde eines Chorbischofs des Domstiftes bestätigte. Sie wurde ecclesia in Berge genannt. Kirchenpatron war der Hl. Nikolaus. Die Herren von Wickrath besassen in beiden Pfarren das Patronat.
1491 stifteten Heinrich von Hompesch und seine Frau Sophia von Burtscheid ein Kreuzherrenkloster, dem die Kirche inkorpiert wurde. Bald erhielt sie den hl. Abt Antonius zum Patron, dem auch das Kloster geweiht war. Die seit 1502 in Wickrath regierende Familie von Quadt wandte sich dem Protestantismus zu und versuchte mit allen Mitteln, Kloster und Kirche dem neuen Glauben zuzuführen, was aber misslang.
In den der Herrschaft unterstehenden Orten Wickrathberg und Schwanenberg jedoch hatten die Herren von Quadt Erfolg. Bis auf die Jahre 1558 - 1569 blieb die Kirche dem katholischen Bekenntnis erhalten. Die Pfarre gehörte zum Dekanat Wassenberg des Bistum Lüttich, nach einer Neueinteilung der Bistümer 1558 infolge der Reformation zum Dekanat Bergheim des Erzbistums Köln.
Die ehemalige Kirchstrasse mit Blick auf die Antoniuspfarrkirche